Kommunikation in Grenz- und Krisensituationen

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christel.vonspannenberg@gmx.de

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"Kommunikation in Grenz- und Krisensituationen"

 

Bei Unfällen, Katastrophen u.ä. gibt es heutzutage eine Fülle von „Krisenagenten“: Träger hoheitlicher Gewalt, Feuerwehr, Rettungsdienst, Ärzte, Sonderrettungsdienste (z.B. Rettungshundestaffeln), spezielle Dienstleister (z.B. Bestatter), Journalisten, Notfallseelsorger.

Diese Fülle besteht noch nicht lange; Feuerwehren im heutigen Sinne sind erst im 19. Jh. entstanden; Rettungswachen und Sonderrettungsdienste gibt es erst im 20. Jh.; und ein Notarztsystem hat sich erst in den letzten Jahrzehnten entwickelt. Früher waren Menschen also Katastrophen viel direkter ausgeliefert und auf materielle wie psychische Eigenhilfe angewiesen.

Fachleute beobachten, dass durch die starke Zunahme von Sicherungssystemen die allgemeine Bewältigungskompetenz für Grenz- und Krisensituationen nicht zugenommen, sondern eher abgenommen hat. Im Umgang mit dem Leiden sind heutige Menschen oft „unbeholfener“, inkompetenter als einstmals. Man muss sich ja auch nicht kümmern: es gibt ja Kümmerer.

 

Welchen Sinn hat dieser Studienbrief?

Bei Großschadensereignissen gibt es das Zusammenspiel dreier Hilfesysteme: des medizinischen, technischen und psychosozialen. Es wäre vermessen, dem Leitenden Notfallarzt oder der Leitung des Technischen Hilfsdienstes Ratschläge zu erteilen; da sind erfahrene Spezialisten am Werk. Es bleiben die psychosozialen Hilfen, zu denen – neben Notfallseelsorgerinnen und -seelsorgern, Polizeipsychologinnen und –psychologen, diversen Kriseninterventionsdiensten u.a. -  auch zufällig Betroffene etwas beitragen könnten. Überwiegend im Bereich dieses dritten Hilfefeldes  bewegen sich die Studienbrief-Texte.

 

Die Begriffe „Grenz- und Krisensituationen“ werden allerdings nicht nur für Großschadensereignisse oder schwere Unfällen angewendet, sondern auch bei individuellen Verlusten. Der Krankenhaus-Tod eines geliebten Menschen kann Verwaiste in schwerste Krisen stürzen, kann für eine Familie eine bis dato unvorstellbare Grenzsituation markieren.

 

Wer sich auf dem Markt der Handreichungen und Handlungsempfehlungen für Helferinnen und Helfer in Grenz- und Krisensituationen umsieht, stößt auf eine große Menge an Fachliteratur, an theoretischen und handlungspraktischen Ausarbeitungen von meist hervorragender Qualität. Damit muss dieser Studienbrief nicht dienen. Er beschränkt sich auf zwei ausgewählte ausführliche Praxisbeispiele: auf die Kommunikation am Unfallschadensort und mit einem Suizidgefährdeten.

Die Studienbriefe der Landakademie Weilrod e.V. – dieser und die vorausgehenden über Gerontologie und Thanatologie, Sozialtherapie und Religionspsychologie – sind "anders", haben einen etwas andersgelagerten Anspruch. Die Landakademie Weilrod e.V. ist nach ihrem Selbstverständnis eine gemeinnützige Erwachsenenbildungsinitiative – und "Bildung" geht über jede noch so gescheite Gebrauchsanweisung hinaus. Auch dieser Studienbrief stellt Bildungs- und Wissenszusammenhänge her, die den Kompetenzrahmen der Leserin und des Lesers erweitern, auch die Handlungsperspektiven breiter ausleuchten sollen.

Und das Selbstverständnis als „Akademie“ bedeutet nicht nur, dass akademische Lehrer die Studienbriefe der Landakademie Weilrod e.V. verfassen; der Akademie-Begriff schließt auch ein, dass hier verschiedene Wissenschaften miteinander im Gespräch sind – und dieses Gespräch kann durchaus offen ausgehen und der Leserin und dem Leser Entscheidungsspielräume auftun. Es ist ein Moment akademischer Freiheit in diesem Konzept eingewoben. Dabei beleuchtet der Studienbrief Aspekte der Unfallforschung, der neueren Kommunikationswissenschaften und Konzepte der Krisenintervention - und dabei auch der „Hilfen für die Helfer“.

Das Studienheft soll Menschen von Nutzen sein, die ehrenamtlich oder beruflich in Grenz- und Krisensituationen helfend engagiert sind: Feuerwehrleuten, Menschen in Rettungs- und Sanitätsdiensten, Krankenpflegerinnen und –pflegern, auch Ersthelfern am Unfallort – Spezialisten und Amateuren. Bei Interesse können Absolventinnen und Absolventen des für Ehrenamtliche kostenfreien Studienkurses die Landakademie-Prüfung zum Critical Incidents Coach ablegen.

Terminhinweise

Hinweise auf Veranstaltungen
der Landakademie Weilrod e.V.

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24.9.: Exkursion nach Mainz und Ingelheim am Rhein

 

Wilfried Endlein:

Eine virtuelle Bäderreise

Von den Schönheiten und Besonderheiten der Badeorte

Bad Nauheim, Bad Homburg, Wiesbaden, Bad Schwalbach,

Bad Wildungen, Kassel-Bad Wilhelmshöhe, Bad Sooden-Allendorf, Bad Kissingen, Bad Kreuznach, Bad Ems, Bad Aibling

und Bad Feilnbach.

Donnerstag, 6. Oktober 2022 um 19 Uhr

im DGH

Weilrod-Gemünden,

Am Euwerig 2. 

Eintritt frei

 

Prüfungen

der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fernstudiengänge Sozialtherapie,  Gerontologie und Thanatologie und Religions-psychologische Beratung finden im Herbst 2022 

online statt. Der Termin wird noch bekanntgegeben.

 

Obige Fernstudiengänge sowie der für Ehrenamtliche

kostenfreie Kurs Kommunikation in Grenz- und Krisensituationen

sind jederzeit buchbar.

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Rückfragen und Anmeldung bei

Frau Christel Schild von Spannenberg

fon:

06083- 957795 (AB)

mail:

christel.vonspannenberg@gmx.de