Kommunikation in Grenz- und Krisensituationen
Der Studienbrief ist für Ehrenamtliche in sozialen Handlungsfeldern (z.B. FFW, Rettungsdienste u.ä.) kostenlos bestellbar.
Bitte Rücksprache nehmen mit Herrn Dipl.-Kaufm. Maurer
stp@Maurer-Weilrod.de
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"Kommunikation in Grenz- und Krisensituationen"
Bei Unfällen, Katastrophen u.ä. gibt es heutzutage eine Fülle von „Krisenagenten“: Träger hoheitlicher Gewalt, Feuerwehr, Rettungsdienst, Ärzte, Sonderrettungsdienste (z.B. Rettungshundestaffeln), spezielle Dienstleister (z.B. Bestatter), Journalisten, Notfallseelsorger.
Diese Fülle besteht noch nicht lange; Feuerwehren im heutigen Sinne sind erst im 19. Jh. entstanden; Rettungswachen und Sonderrettungsdienste gibt es erst im 20. Jh.; und ein Notarztsystem hat sich erst in den letzten Jahrzehnten entwickelt. Früher waren Menschen also Katastrophen viel direkter ausgeliefert und auf materielle wie psychische Eigenhilfe angewiesen.
Fachleute beobachten, dass durch die starke Zunahme von Sicherungssystemen die allgemeine Bewältigungskompetenz für Grenz- und Krisensituationen nicht zugenommen, sondern eher abgenommen hat. Im Umgang mit dem Leiden sind heutige Menschen oft „unbeholfener“, inkompetenter als einstmals. Man muss sich ja auch nicht kümmern: es gibt ja Kümmerer.
Welchen Sinn hat dieser Studienbrief?
Bei Großschadensereignissen gibt es das Zusammenspiel dreier Hilfesysteme: des medizinischen, technischen und psychosozialen. Es wäre vermessen, dem Leitenden Notfallarzt oder der Leitung des Technischen Hilfsdienstes Ratschläge zu erteilen; da sind erfahrene Spezialisten am Werk. Es bleiben die psychosozialen Hilfen, zu denen – neben Notfallseelsorgerinnen und -seelsorgern, Polizeipsychologinnen und –psychologen, diversen Kriseninterventionsdiensten u.a. - auch zufällig Betroffene etwas beitragen könnten. Überwiegend im Bereich dieses dritten Hilfefeldes bewegen sich die Studienbrief-Texte.
Die Begriffe „Grenz- und Krisensituationen“ werden allerdings nicht nur für Großschadensereignisse oder schwere Unfällen angewendet, sondern auch bei individuellen Verlusten. Der Krankenhaus-Tod eines geliebten Menschen kann Verwaiste in schwerste Krisen stürzen, kann für eine Familie eine bis dato unvorstellbare Grenzsituation markieren.
Wer sich auf dem Markt der Handreichungen und Handlungsempfehlungen für Helferinnen und Helfer in Grenz- und Krisensituationen umsieht, stößt auf eine große Menge an Fachliteratur, an theoretischen und handlungspraktischen Ausarbeitungen von meist hervorragender Qualität. Damit muss dieser Studienbrief nicht dienen. Er beschränkt sich auf zwei ausgewählte ausführliche Praxisbeispiele: auf die Kommunikation am Unfallschadensort und mit einem Suizidgefährdeten.
Die Studienbriefe der Landakademie Weilrod e.V. – dieser und die vorausgehenden über Gerontologie und Thanatologie, Sozialtherapie und Religionspsychologie – sind "anders", haben einen etwas andersgelagerten Anspruch. Die Landakademie Weilrod e.V. ist nach ihrem Selbstverständnis eine gemeinnützige Erwachsenenbildungsinitiative – und "Bildung" geht über jede noch so gescheite Gebrauchsanweisung hinaus. Auch dieser Studienbrief stellt Bildungs- und Wissenszusammenhänge her, die den Kompetenzrahmen der Leserin und des Lesers erweitern, auch die Handlungsperspektiven breiter ausleuchten sollen.
Und das Selbstverständnis als „Akademie“ bedeutet nicht nur, dass akademische Lehrer die Studienbriefe der Landakademie Weilrod e.V. verfassen; der Akademie-Begriff schließt auch ein, dass hier verschiedene Wissenschaften miteinander im Gespräch sind – und dieses Gespräch kann durchaus offen ausgehen und der Leserin und dem Leser Entscheidungsspielräume auftun. Es ist ein Moment akademischer Freiheit in diesem Konzept eingewoben. Dabei beleuchtet der Studienbrief Aspekte der Unfallforschung, der neueren Kommunikationswissenschaften und Konzepte der Krisenintervention - und dabei auch der „Hilfen für die Helfer“.
Das Studienheft soll Menschen von Nutzen sein, die ehrenamtlich oder beruflich in Grenz- und Krisensituationen helfend engagiert sind: Feuerwehrleuten, Menschen in Rettungs- und Sanitätsdiensten, Krankenpflegerinnen und –pflegern, auch Ersthelfern am Unfallort – Spezialisten und Amateuren. Bei Interesse können Absolventinnen und Absolventen des für Ehrenamtliche kostenfreien Studienkurses die Landakademie-Prüfung zum Critical Incidents Coach ablegen.
Terminhinweise
Rückfragen und Anmeldung bei:
Herrn Dipl.-Kaufm.
Jochen Maurer
fon: 06083-28339
mail: stb@maurer-weilrod.de
oder
Frau Christel Schild von Spannenberg
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